Vereinsgeschichte

History - Die Geschichte des Turn- und Sportvereins (TSV) March

Gegründet wurde der TSV March am 25. Juni 1987. Seine Ursprünge liegen aber weiter zurück, nämlich im Sportverein March. Dieser Traditionsverein war eigentlich ein reiner Fußballverein und hatte zusätzlich eine Gruppe Turnen/Volleyball, die sich seit der Übernahme des Trainings durch Edgar Heim im Jahr 1981 mehr und mehr zur Volleyball-Gruppe entwickelte, schon bei Turnieren spielte und auch selbst welche veranstaltete. Außerdem gab es eine Gymnastik-Gruppe mit Kleinkinderturnen mit der unvergessenen, leider viel zu früh verstorbenen Johanna Stoll. Im Frühsommer 1987, genau am 22. Mai 1987, wurde im Rahmen der Generalversammlung des SV March von der Hauptabteilung Fußball beschlossen, sich ausschließlich dem Fußball zu widmen und sich von den Nebenabteilungen zu trennen.

Die damaligen Volleyballer unter ihrem (Unter-)Abteilungsleiter Klaus Köbele und ihrem Trainer Edgar Heim waren sich einig, dass sie ihren Sport auch weiterhin innerhalb einer sportlichen Gemeinschaft ausüben wollten, und so wurden umgehend Vorbereitungen zur Gründung eines eigenen Vereins getroffen. Außerdem herrschte weitgehend Einigkeit, dass man das Turnen mit ins Boot nehmen wollte, da die Kinder und Jugendlichen nicht hätten alleine existieren können. Ein paar Tage später saßen dann bereits Klaus Köbele, Charly Berkmann, Cristoph Frevel und Edgar Heim auf dem Balkon des Letztgenannten und bastelten eine Vereinssatzung sowie die Einladung zur Gründungsversammlung.

Und so trafen sich schon vier Wochen nach dem "Rauswurf" aus dem SV March, genauer gesagt am 25. Juni 1987 in den unteren Räumen der Halle der Sport- und Festhalle Hugstetten 62 Gründungsmitglieder, darunter auch Bürgermeister Josef Hügele und mehrere Gemeinderatsmitglieder, um einen neuen Verein aus der Taufe zu heben. Ziel war ein Mehrspartenverein, wobei ausdrücklich Wert darauf gelegt wurde, nur Sportarten anzubieten, die bislang nicht in der March vertreten waren, also nicht in Konkurrenz zum SV March (Fußball), dem Tischtennisverein March oder der Skizunft March zu treten.

Als größtes Problem stellte sich zunächst die Namensgebung für den neuen Verein heraus. Drei Vorschläge standen zur Auswahl: SG (Sportgemeinschaft) March, TV (Turnverein) March und TSV (Turn- und Sportverein) March, und bei der ersten Abstimmung votierten 22 Personen für TSV, 21 für SG und 19 für TV. Man schenkte sich einen zweiten Wahlgang und entschied sich für TSV March, so dass Bürgermeister Josef Hügele relativ zügig zu den Wahlen für die Vorstandsämter schreiten konnte. Ohne große Diskussion wurde die erste Vorstandschaft gewählt, die zu 75 % aus der Volleyballgruppe stammte: 1. Vorsitzender Klaus Köbele, 2. Vorsitzender Christoph Frevel, Schatzmeisterin Sabine Berg und Schriftführerin Marianne Wurch. Ergänzt wurde die Vereinsführung durch die Abteilungsleiter Johanna Stoll (Gymnastik), Herbert Fehr (Turnen) und Edgar Heim (Volleyball) sowie Max Schaubhut, der als Ältestenrat und Beisitzer bei strittigen Entscheidungen seine langjährigen Erfahrungen im Sport einbringen sollte.

Die Begeisterung für und im neuen Verein war immens, und schon ein Jahr später konnte der Vorsitzende anlässlich der ersten Jahresversammlung konstatieren, dass der junge TSV bereits zum mitgliedsstärksten Verein in der March gewachsen war.

1997 feierte man ein kleines Jubiläum mit einem musikalischen Frühschoppen und sportlichen Aktivtäten rund um die neue Großsporthalle im Zentralgebiet zwischen Hugstetten und Buchheim. Voller Stolz konnte man auf die ersten 10 Jahre zurückblicken:
Mit über 600 Mitgliedern war man der mitgliederstärkste Verein in der March, und neue Sportarten waren auch hinzugekommen: 1988 die Abteilung Handball, 1989 die Abteilung Badminton und 1995 die Abteilung Basketball.

Nicht neu war indes der Vorstand - auch nach 10 Jahren standen immer noch die selben vier Namen an der Vereinsspitze, was Bürgermeister Josef Hügele einmal bei einer Jahreshauptversammlung zur Bemerkung veranlasste, dass der sportliche Ehrgeiz des Vereins offensichtlich auch darin bestünde, die Vorstandschaft unverändert zu lassen und jedes Jahr die Mitgliederversammlung noch ein bisschen schneller als zuvor über die Bühne zu bringen.

Ein Highlight in der Vereinsgeschichte war sicherlich Mitte der 90er Jahre die Entscheidung der Gemeinde March für den Bau einer neuen Großsporthalle in Buchheim, die den sportlichen Ambitionen des TSV sehr entgegenkam und die chronische Hallennot milderte: Endlich konnten die Handballmannschaften ihre Heimspiele tatsächlich zu Hause austragen und mussten nicht mehr nach Bötzingen ausweichen, die Volleyballer brauchten nicht mehr in der Hugstetter Halle spielen, deren Deckenhöhe nicht der Verbandsnorm entsprach und jedes Jahr eine Sondergenehmigung für die aktiven Mannschaften erforderlich machten, und eine neue Abteilung kam auch gleich hinzu: Judo und Jiu-Jitsu war ab 1998 die siebte Sportart, die im TSV betrieben werden konnte.

2007 verabschiedeten sich dann auch die beiden letzten Vorstandsmitglieder, die seit der Vereinsgründung ununterbrochen ihre Ämter innehatten, aus der Führung des Vereins. Sowohl Klaus Köbele als auch Edgar Heim meinten unisono, dass 20 Jahre genug seien, ergänzt durch die Aussage: "Jetzt heißt es noch: Schade, dass sie aufhören. Wir wollen nicht abwarten, bis es heißt: Eigentlich sollten die zwei Alten jetzt endlich aufhören, aber keiner traut sich es ihnen zu sagen!" Die Führung des Gesamtvereins liegt seither in den Händen von Stefan Ambrosius und Marcus Müller ist für die Volleyballabteilung zuständig - man kann damit durchaus feststellen, dass inzwischen der "Nachwuchs" das Ruder übernommen hat.

Ziel des Vorstands war von Beginn an, den einzelnen Abteilungen so viel Eigenständigkeit wie möglich zu belassen und nur die Grundsatzangelegenheiten durch den Gesamtvorstand zu regeln. So sind auch die Webseiten der Abteilungen völlig autark entstanden - wenn Sie also näheres zu den einzelnen Sportarten im TSV wissen wollen, klicken Sie einfach auf den entsprechenden Link.

March, im Februar 2012  

(eh)